Holly Okuku glänzt mit deutscher Bestzeit - Moritz Mainka löst das Ticket für Baku
  10.07.2019 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Holly Okuku ist momentan kaum zu bremsen. Das große Sprinttalent im Trikot des GSV Eintracht Baunatal läuft weiter in der Erfolgsspur. Nach ihren starken Auftritten bei den hessischen Meisterschaften in Kassel (U18) und Gelnhausen (W14), dort steigerte sie sich über 100 Meter auf 12,04 bzw. 12,01 Sekunden, legte die hochgewachsene Sprinterin in Koblenz noch nach. Bei den süddeutschen Meisterschaften im „Oberwerth-Stadion“ deutete die Schülerin der Altersklasse W14 im Vorlauf ihr großes Leistungspotential eindrucksvoll an. Mit 11,94 Sekunden blieb Holly erstmals unter der „Zwölf-Sekunden-Schallmauer“, wurde dabei aber leider von einem zu starken Rückenwind (+ 2,1 m/sec.) angeschoben. Somit konnte diese Top-Zeit keinen Eingang in die Rekordlisten finden. Die Rahmenbedingungen waren dann im Zwischenlauf mit einem zulässigen Wind (+ 1,8 m/sec.) legal. Dies nutzte die pfeilschnelle Hessin zu einem Rekordlauf. Mit überragenden 11,88 Sekunden verbesserte der Schützling von Trainer Holger Menne den eigenen Hessenrekord und stellte gleichzeitig noch eine deutsche Bestleistung in ihrer Altersklasse auf. Nach Auskunft ihres Trainers ist in Deutschland noch nie eine Athletin der W14 (elektronisch gestoppt) unter 12,00 Sekunden geblieben. 

Auch Moritz Mainka gibt weiter Gas. Der Kurzhürdler vom Wiesbadener LV verbesserte in dieser Saison bereits zum vierten Mal seinen Hessenrekord. Diesmal war die DLV Juniorengala in Mannheim der Ort des Geschehens. Dort ging es für den U18er gleichzeitig um das das einzige Ticket zum "Europäischen Olympia-Jugendfestival“ in Baku (Aserbaidschan, 21. bis 27. Juli). Darum kämpften im Michael-Hoffmann-Stadion drei Athleten. Die Vorgabe war klar. Der Sieger dieses Rennens über 110 Meter Hürden fliegt nach Baku. Mainka, der von Thorsten Groß trainiert wird, kam mit dem Druck bestens klar. Mit bärenstarken 13,47 Sekunden steigerte der Youngster aus der Landeshauptstadt seinen Hessenrekord von Mörfelden-Walldorf (13,63 sec.) erheblich und stürmte bei einem strammen Gegenwind (- 1,4 m/sec.) als sicherer Sieger vor Till Steinforth (SV Halle/13,96 sec.) über die Ziellinie. Tim Henseler (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), der dritte Starter im Bunde, kam nicht ins Ziel.